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Antigentest Glossar

Antigentest

Antigentests dienen ebenso wie PCR-Tests dem direkten Erregernachweis und somit dem Nachweis einer akuten Infektion. Erkannt werden Proteine, die Bestandteile des Erregers sind sehr spezifisch für diesen Erreger. Wenn das Zielantigen in ausreichender Konzentration in der Probe vorhanden ist, bindet es an spezifische Antikörper und erzeugt ein Signal auf dem Teststreifen. Das Ergebnis ist rein qualitativ. Wenn derzeit von „Schnelltests“ die Rede ist, sind in der Regel Antigentests gemeint. Antigentests werden meist zur Testung asymptomatischer Personen eingesetzt, zum Beispiel bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten, vor dem Besuch von Pflegeheimen etc. Ein positiver Antigentest sollte mittels PCR-Test bestätigt werden.

Antikörpertest

Antikörpertests erfassen nicht das Virus selbst, sondern die Antikörper als Reaktion des Immunsystems auf den Erreger. Dieses beginnt zu arbeiten, wenn das Virus in den Körper eindringt und bildet nach ein paar Tagen Antikörper. Diese sind Teil der Abwehr und im Blut gut nachweisbar. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung und des Vorhandensein der Antikörper über die Infektion hinaus, eignet sich ein Antikörpertest nicht zum Nachweis einer akuten Infektion.

Coronavirus

Der Name ist auf das charakteristische, kranzförmige Aussehen (lat. "corona" : Kranz, Krone ) der Coronaviren zurückzuführen, das durch das Spikeprotein, das stachelförmige Oberflächeprotein entsteht . Coronaviren können harmlose Erkältungen auslösen, sind aber auch die Verursacher des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) sowie von MERS, was für Middle East Respiratory Syndrome steht. Während der ersten SARS-Epidemie (SARS-CoV-1) in den Jahren 2002 und 2003, bei der es durch eine Zoonose zur Übertragung des Virus – vermutlich von Fledermäusen – auf den Menschen kam, starben nach Angaben der WHO weltweit 774 Menschen. Das Ende 2019 erstmals in China nachgewiesene neue Coronavirus SARS-CoV-2 kann zu der Erkrankung COVID-19 führen.

COVID-19

Die virale Infektionskrankheit COVID-19 äußert sich als Atemwegserkrankung mit Symptomen wie Husten, Atemnot, Fieber oder Lungenentzündung. Mit zunehmendem Alter und Begleiterkrankungen steigt das Risiko schwerer Verläufe. Am 30. Januar 2020 rief die WHO aufgrund der weltweiten Verbreitung des Virus zunächst eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ aus. Seit Mitte März wird COVID-19 als Pandemie eingestuft.

Immunchromatographie

In der Medizin wird die Immunchromatographie häufig als Analyseverfahren eingesetzt, z.B. bei Schnelltests wie Schwangerschaftstests oder Antigentests. Die Immunchromatographie basiert auf einem festen flüssigkeitsaufnehmenden Material, in dem ein bestimmter Antikörper gebunden ist. Er richtet sich genau gegen den Stoff (Antigen), der im Rahmen des jeweiligen Tests von Interesse ist (z.B. SARS-CoV-2). Das gesuchte Antigen wird durch den Antikörper an einer bestimmten Stelle gebunden und durch einen Farbstoff (häufig kolloidales Gold) sichtbar gemacht. Dies führt zu einem farbigen Streifen der somit angibt ob oder Test positiv oder negativ ausgefallen ist.

Inkubationszeit

Mit der Inkubationszeit wird die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Beginn der Erkrankung bemessen. Laut RKI haben Studien ergeben, dass 95 Prozent der Infizierten nach zehn bis 14 Tagen Symptome entwickelt hatten.

Kolloidales Gold

Als kolloidales Gold bezeichnet man Sole (Kolloide) oder Gele aus winzigen Goldpartikeln mit einem Durchmesser von 2 bis 100 nm. Charakteristisch für kolloidales Gold ist seine tiefrote Farbe, die durch die geringe Goldpartikelgröße zustande kommt. Kolloidales Gold wird häufig in Antigentests als Farbstoff verwendet (rote Teststreifen).

Pandemie

Von einer Pandemie wird gesprochen, wenn eine Krankheit die ganze Welt betrifft, also nicht örtlich begrenzt ist. Die WHO hat die Ausbreitung von Covid-19 am 11.3.2020 zur Pandemie erklärt.

PCR-TEST

PCR-Tests gelten nach wie vor als Goldstandard zum Nachweis einer akuten Infektionen mit SARS-CoV-2. Im Regelfall werden sie im Labor oder in Testzentren durchgeführt. Eine PCR dient dem direkten Erregernachweis mittels Virus-RNA. Aus einer PCR lassen zudem auch Rückschlüsse auf die Viruslast ziehen, was ein Hinweis auf die Infektiösität sein kann (Ct-Wert). Aufgrund des höheren Aufwands und der damit verbundenen Kosten werden PCR-Tests normalerweise nicht zur ungezielten Testung von asymptomatischen Personen eingesetzt.

RNA

Die RNA (Abkürzung für die englische Bezeichnung ribonucleic acid) auch RNS (Ribonukleinsäure) genannt ist eine Nukleinsäure, das heißt eine Kette aus sogenannten Nukleotiden. Während die DNA (Desoxyribonukleinsäure) in Zellen das Erbgut des Menschen speichert und nicht abgibt, sorgt die RNA für eine genetische Informationsübertragung.

Schnelltest

Bei einem Schnelltest ist keine Analytik der Probe im Labor notwendig, sondern man kann das Ergebnis nach kurzer Zeit auf einer Testkassette ähnlich einem Schwangerschaftstest ablesen. Ob es sich um einen Antikörper oder Antigentest handelt, geht aus dem Begriff strenggenommen nicht hervor. Wird aktuell von „Schnelltests“ gesprochen, geht es aber in der Regel um Antigentetests zum Nachweis einer akuten Infektion.

Sensivität und Spezifität

Die Sensitivität von SARS-CoV-2 Tests beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testergebnisses, welches auch richtig als positiv erkannt wurde. Die Sensitivität besagt also mit mitwelcher Wahrscheinlichkeit Sie ein positives Testergebnis bekommen wenn sie auch tatsächlich positiv sind.

Anwendungsbeispiel: Die Sensitivität eines Antigentests beträgt circa 96,5%. Das heißt:

· Zu 96,5% erhalten Sie ein positives Testergebnis und sind auch wirklich positiv.

· Zu 3,5% erhalten Sie ein positives Testergebnis, sind aber eigentlich negativ (falsch-positives Ergebnis).

Dies ist der Grund warum positive Testergebnisse immer mit einem genaueren PCR-Test im Labor überprüft werden sollten.

Die Spezifität von Tests beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein negatives Testergebnis auch wirklich negativ ist. Die Spezifität besagt also: Mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie ein negatives Testergebnis bekommen und auch tatsächlich negativ sind.

Anwendungsbeispiel: Die Spezifität eines Antigen-Schnelltests beträgt circa 99,7%. Das heißt:

· Zu 99,7% erhalten Sie ein negatives Testergebnis und sind auch wirklich negativ.

· Zu 0,3 % erhalten Sie dann ein negatives Testergebnis, sind aber eigentlich positiv (falsch-negatives Ergebnis). Wie man sieht, ist die Spezifität eines Antigen-Schnelltests sehr gut, weshalb hier in der Regel auch keine Nachtestungen empfohlen werden.

Zoonose

Ein Großteil aller Erreger, die beim Menschen eine Krankheit auslösen können, werden vom Tier auf den Menschen übertragen, die können Viren, Bakterien, Parasiten, Würmer oder Prionen sein. Die Ansteckung kann durch direkten Kontakt mit Tieren, kontaminierten Lebensmitteln oder durch Vektoren wie Zecken und Mücken erfolgen. Beispiele für Zoonosen sind BSE, Pest, Malaria und SARS-CoV-2.