medizinische
Atemschutzmasken

BfArM und PEI zugelassene Antigentest kaufen

Wie funktioniert ein Antigen-Schnelltest ?

Im Gegensatz zu einem PCR-Test, der direkt auf die RNA, die Erbinformation von SARS-CoV-2 testet, werden bei einem Antigen-Schnelltest einfach die Proteine, die die RNA des Virus ummanteln nachgewiesen.

Schnelltests arbeiten nach einem immunchromatografischen Testprinzip (Lateral-flow-Test), das heißt, es befinden sich in einem Teststreifen SARS-CoV-2-Antikörper, die mit farbigen Partikeln (kolloidales Gold) gebunden sind. Durch Kapillarkräfte durchwandert die Probe den Teststreifen und eventuell vorhandene Antigenproteine werden von den Antikörpern gebunden. Beim weiteren durchwandern erreicht der Antigen-Antikörper-Komplex das eigentliche Testfeld (mit "t" markiert) mit weiteren, immobilisierten Antikörpern. Durch die Anreicherung im Testfeld entsteht eine Färbung (roter Strich). Die Flüssigkeit wandert weiter zu einem Kontrollfeld (mit "c" markiert), dessen Färbung die korrekte Durchführung des Tests anzeigt. Erscheint im Kontrollfeld keine Färbung, ist der Test ungültig, da vermutlich zu wenig Probenmaterial auf den test aufgetragen wurde.

Im März 2021 wurden die ersten Schnelltests verfügbar, die als sogenannte Laientests für den Privatgebrauch zugelassen sind, da diese Schnelltests hinsichtlich der Anwendung von medizinischen Laien spezielle Anforderungen erfüllen müssen.

Durch die hohe Verfügbarkeit der Antigentests werden diese wie im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Institut veröffentlicht, als ein "ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung" gesehen.

Nicht zu verwechseln mit Antikörper-Schnelltest

Im Gegensatz zu Antigen-Schnelltests erfassen Antikörpertests nicht das Virus selbst, sondern die Antikörper, die als Reaktion des Immunsystems auf SARS-CoV-2 gebildet werden. Dieses beginnt zu arbeiten, wenn das Virus in den Körper eindringt und bildet nach ein paar Tagen Antikörper. Diese sind Teil der Immunreaktion und im Blut gut nachweisbar. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung und des Vorhandensein der Antikörper über die Infektion hinaus, eignet sich ein Antikörpertest nicht zum Nachweis einer akuten Infektion.

Corona Spucktest

Ein häufiger Grund für das Ablehnen von der Nutzung von Schnelltests besteht darin, dass die jeweilige Testperson es als äußerst unangenehm oder sogar teilweiße schmerzhaft empfindet sich eine Abstrichtupfer für die Probeentnahme in die Nase einzuführen.

Zwar reicht es bei modernen Schnelltests teilweiße den Nasenabstrich in einer Tiefe von lediglich 1,5cm durchzuführen, dennoch bleibt die anfängliche Ablehnung häufig bestehen oder die Probeentnahme gestaltet sich aufgrund anatomischer Vorraussetzungen schwierig. Ebenso gestaltet sich zum Bespiel die Testung von Kindern in Grundschulen schwierig, da die Kinder die Schnelltests aus rechtlichen Gründen selbst durchführen müssen und Lehrkräfte in den meisten Bundesländern wie zum Beispiel Hessen l wenn überhaupt assistieren dürfen.

Wie funktionieren Spucktests ?

Ausgehend von dieser Problematik wurden Antigentests entwickelt, die gänzlich auf einen Nasen-Rachen-Abstrich (naso-oropharyngealem Abstrich) verzichten. Diese Schnelltests, die umgangssprachlich Spucktests genannt werden, arbeiten mit einer Speichelprobe, die direkt in ein Speichelsammelgefäß gegeben wird, daher der Name Spucktest. Wobei darauf zu achten ist, dass in der Regel 30 Minuten vor dem Durchführen eines Spucktests keine Lebensmittel oder Getränke zu sich genommen werden dürfen, da diese das Ergebnis des Schnelltests verfälschen können. Die Speichelprobe wird dann mittels einer Pipette direkt auf eine Testkassette aufgetragen.

Dieses Testverfahren bietet somit den größtmöglichen Komfort, da es komplett nicht-invasiv ist, bei ebenso hoher Zuverlässigkeit bezüglich Sensitivität und Spezifität wie übliche Antigentests die mit einem Nasenabstrich arbeiten.

Der Spucktest Hygisun COVID-19 Antigen Schnelltest des Herstellers Anbio Biotech bietet beispielsweiße eine Sensitivität 99,27 und eine Spezifität von sogar 100% und ist beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Arzneimittel (BfArM) als Laientest mit Sonderzulassung und evaluierung durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gelistet (Test-ID AT147/20)

Die Sensitivität von SARS-CoV-2 Schnelltests erklärt:

Die Sensitivität von SARS-CoV-2 Schnelltests beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testergebnisses, welches auch richtig als positiv erkannt wurde.Die Sensitivität besagt also mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie ein positives Testergebnis bekommen wenn sie auch tatsächlich positiv sind.

Anwendungsbeispiel: Die Sensitivität eines Schnelltests beträgt circa 96,5%. Das heißt:

  • zu 96,5% erhalten Sie ein positives Testergebnis und sind auch wirklich positiv.
  • zu 3,5% erhalten Sie ein positives Testergebnis, sind aber eigentlich negativ (falsch-positives Ergebnis).

Dies ist der Grund warum positive Testergebnisse immer mit einem genaueren PCR-Test im Labor überprüft werden sollten.

Die Spezifität von SARS-CoV-2 Schnelltests einfach erklärt

Die Spezifität von Tests beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein negatives Testergebnis auch wirklich negativ ist. Die Spezifität besagt also: Mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie ein negatives Testergebnis bekommen und auch tatsächlich negativ sind.

Anwendungsbeispiel: Die Spezifität eines Antigen-Schnelltests beträgt circa 99,7%. Das heißt:

  • zu 99,7% erhalten Sie ein negatives Testergebnis und sind auch wirklich negativ.
  • zu 0,3 % erhalten Sie dann ein negatives Testergebnis, sind aber eigentlich positiv (falsch-negatives Ergebnis). Wie man sieht, ist die Spezifität eines Antigen-Schnelltests sehr gut, weshalb hier in der Regel auch keine Nachtestungen empfohlen werden.

Der Mittelwert als Testgenauigkeit

Der Mittelwert der Sensitivität und Spezifität wird häufig als Testgenauigkeit zusammengefasst. Wichtig ist für die Auswahl eines bestimmten Tests sich tatsächlich beide Werte anzusehen.

Anwendungsbeispiel: Liegt die Sensitivität eines Antigentests bei 96,5% und die Spezifität bei 99,7% so spricht man von einer Testgenauigkeit von 98,1%.

Was ist der LoD-Wert ?

Der LoD-Wert (Limit of detection) stellt vereinfacht gesagt die untere Nachweisgrenze da, ab welcher Viruslast in einer Probe ein Test positiv ausschlägt. Folglich ist der LoD-Wert eines Tests umso niedriger desto sensibler er reagiert. Der LoD-Wert ist somit einer der wesentlichen Qualitätsmerkmale eines Antigentests.

Der LoD-Wert wird angegeben in TCID50/ml, wobei TCID50 die Virusmenge bezeichnet mit der bei Tests im Labor 50% der Zellen infiziert werden konnten.

Je geringer der LoD-Wert ist, desto besser und sensibler ist der Test, denn umso geringer ist die Anzahl der Viren ab welcher der Schnelltest reagiert. Hat ein Antigentest als einen sehr hohen LoD-Wert, bedeutet dies, dass der Test erst bei einer hohen Viruslast infizierte Personen zuverlässig erkennen kann.Hat ein Test eine hohe Sensitivität und einen hohen LoD-Wert ist er folglich weniger geeignet Infizierte früh zu erkennen und ist somit qualitativ "schlechter".

Zur Verdeutlichung ein weiteres kurzes Beispiel:

Nehmen wir an, ein Schnelltest A weist eine Sensitivität von 98 % aus und einen LoD-Wert von über 1000 TCID50/ml und ein Schnelltest B eine Sensitivität von 94 % und einen LoD-Wert von nur 150 TCID50/ml, so wird der Test B trotz schlechterer Sensitivität mehr Corona-Positive erkennen, da er ab einer geringeren Virenlast bereits ausschlägt.

Häufig wird argumentiert, dass man mit einer geringeren Virenlast auch weniger infektiös sei, diese Argumentation ist allerdings weniger riskant, da man aktuell noch immer nicht genau sagen kann, ab welcher Virenlast man nicht mehr infektiös ist.

Als grobe Richtwerte kann man festhalten, dass LoD-Werte um 100 sehr gut sind, unter 250 gut sind, unter 500 befriedigend sind und unter 700 ausreichend sind. LoD-Werte größer als 700 gelten in der Regel nicht mehr als zuverlässiger Schnelltest, da man ab solchen Werten bereits Symptome aufweisen kann, welche spürbar sind.

Häufig werden die LoD-Werte als Potenzwerte anstatt Dezimalzahlen ausgewiesen. Diese kann man jedoch ganz einfach Online z.B. von Google umrechnen lassen:

Die entsprechende Potenz in die Suchleiste eingeben und Enter drücken.

Der von uns angebotene Aripa Biotech Schnelltest hat einen LoD-Wert von 115 TCID50/ml und gilt somit als einer der derzeit empfindlichsten Schnelltests.

0